Juni 03, 2019 2 min Lesezeit

Geht es um Cannabidol, kurz CBD, ist die erste Frage immer die gleiche: Ist CBD legal? Und im Anschluss: Wird man von CBD high? Letzteres lässt sich mit einem klaren „Nein!“ beantworten. Die erste Frage ist hingegen ein wenig komplizierter – es kommt darauf an…

Zunächst einmal ist die Frage verständlich. Die Tatsache, dass CBD genau wie THC aus der Cannabis- bzw. Hanfpflanze extrahiert wird ist vermutlich der Grund für diese Unsicherheit. CBD, auch Cannabidol wird – anders als THC – allerdings nur aus der weiblichen Cannabis gewonnen und wirkt nicht psychoaktiv. High wird man davon folglich nicht, egal in welcher Form CBD konsumiert wird. Dementsprechend ist CBD auch kein Rauschmittel, sondern kommt als Naturheilmittel in der Homöopathie zum Einsatz. Verkauft wird es als Nahrungsergänzungsmittel. Dort empfiehlt man es bei psychischen Leiden wie Depressionen, Angstzuständen und Schlafstörungen, aber auch bei körperlichen Beschwerden in Folge eines Schlaganfalls oder bei Menstruationsbeschwerden.

Die wissenschaftlichen Studien rund um die Anwendungsmöglichkeiten von CBD sind allerdings noch jung. Der Wirkstoff wird erst seit wenigen Jahren erforscht, allerdings mit steigendem Engagement und größer werdenden Budgets. Dementsprechend ist auch die Frage der Legalität noch nicht eindeutig geschweige denn abschließend geklärt.
In Deutschland, Österreich und in vielen EU-Staaten ist es weitgehend legalisiert, vorausgesetzt der THC-Restgehalt liegt bei unter 0,2 Prozent. Allerdings sind wiederum nur bestimmte Formen legal. Der Verkauf von CBD-Blüten, die als Tee beworben werden, ist es zum Beispiel nicht.

Viele Unternehmen scheuen den Verkauf bislang trotzdem aufgrund der nicht endgültig geklärten Rechtslage und auch aufgrund mangelnder Produktsicherheit. Viele Produkte und Marken sind bereits wieder aus den Regalen verschwunden, weil sich herausgestellt hat, dass der THC-Gehalt Schwankungen unterliegt und die Obergrenze nicht immer eingehalten wurde.

Das Problem ist bei den Kosmetikprodukten zur äußerlichen Anwendung weniger ausgeprägt, als bei den als Nahrungsergänzungsmittel deklarierten Produkten, zu denen auch CBD-Öl gehört. Dass das CBD-Angebot sich grundsätzlich wieder verkleinert, ist jedoch unwahrscheinlich. Der Markt wächst mit derzeit rasant steigender Nachfrage, weil mehr und mehr Leute von den gesundheitsfördernden Eigenschaften des Cannabinoids überzeugt und Besitz sowie Einnahme völlig unbedenklich sind.

 

Irina Büchler
Irina Büchler


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